KulturErben

Word Design Capital

Frankfurt / Rhein-Main 2026


Zu allen Projekten

Über KulturErben

Kultur bewahren.

Neu gestalten.

Weitergeben.

Alle zwei Jahre verleiht die World Design Organization den Titel World Design Capital an eine Stadt oder Region. 2026 wird Frankfurt RheinMain zur internationalen Bühne für Design.


Mit KulturErben öffnet die Staatliche Zeichenakademie Hanau einen kreativen Raum für die zeitgemäße Auseinandersetzung mit kulturellem Erbe. Anlass ist die Anerkennung des Gold- und Silberschmiedens als immaterielles UNESCO-Kulturerbe 2025.


Auszubildende, Studierende, Lehrkräfte und externe Teilnehmende entwickeln in vielfältigen Projekten gemeinsame Perspektiven auf Werte, Identität und Zukunft. Das Format ist offen, inklusiv und generationsübergreifend – mit Workshops, Werkstätten, Interventionen und Dialogen.

Veranstaltungen

Highlight

Open

Day

Die Zeichenakademie öffnet Ihre Werkstätten und Ausstellungsräume für alle. Erlebe Metallhandwerk hautnah und entdecke, was es bedeutet, lebendiges Kulturerbe weiterzugestalten.

DATUM

13. Juni 2026

10 - 16 UHR


ORT

Staatliche Zeichenakademie

Akademiestr. 52, 63540 Hanau


FÜR WEN

Offen für alle - keine Anmeldung


Versteigerung

mitWirkung

Partizipation durch Gestaltung


Öffentliche Versteigerung

29. Mai 2026 · 18 Uhr 

Kulturforum Hanau

Mehr erfahren

Workshop

TauschBar

Generationsübergreifender Workshop


Auszubildende, Senioren und Kinder gestalten gemeinsam ein ErbStück.

09. Juni 2026 · 09:00 – 12:30 Uhr

Familienakademie der Kathinka Platzhoff Stiftung

Zur Anmeldung

Workshop

ErlebBar

Generationsübergreifender Workshop


Familien gestalten miteinander ein SchmuckStück.

09. Juni 2026 · 16:00 – 18:30 Uhr

Familienakademie der Kathinka Platzhoff Stiftung

Zur Anmeldung

Ausstellung

SpielBar

Ausstellung von Werken von Auszubildenden


Papiertheater zu unterschiedlichen Thematiken rund um die Thematik KulturErben.

ab Juni 2026 

Papier-Museum Hanau, Schloss Philippsruhe

Ausstellug

Münzen und mehr

Ausstellung der Graveursklassen von Michael Otto


ab Juni 2026

Zeichenakademie, Foyer

Weitere Ausstellungen und Vorträge folgen

Alle Projekte — 08. bis 26. Juni 2026

1 MokumeGane

Wie entstehen fließende Muster direkt aus Metall? In diesem Projekt beschäftigen wir uns mit der traditionellen japanischen Technik Mokume Gane, bei der verschiedene Metalle zu einzigartigen Oberflächen verbunden werden. Teilnehmende lernen die Grundlagen des Schichtens, Verschweißens und Strukturierens kennen und entwickeln daraus individuelle Schmuck- oder Objektstücke. Durch Sägen, Schmieden und Verformen entstehen organische Muster, die jedes Werkstück zu einem Unikat machen.

Leitung: Diverse Auszubildende und Externe

Ort: Zeichenakademie,

Partner: Folgt

2 SchubladenKosmos

In jeder Goldschmiede finden sich Schubladen voller alter Fundstücke, geerbter Schmuckteile und funkelnder Kleinigkeiten.

Das Projekt „SchubladenKosmos“ bringt diese verborgenen Schätze in einen offenen Gestaltungsprozess, in dem neue Schmuckstücke, Objekte oder kleine Kunstwerke entstehen. Begleitet von Künstler:innen, die selbst mit Fundstücken arbeiten, zeigt die abschließende Ausstellung, wie kulturelles Erbe bewahrt, neu interpretiert und kreativ weiterentwickelt werden kann.

Leitung: Pilar Schönborn, Marietta Auth

Ort: Zeichenakademie, verschiedene Goldschmieden

Partner: verschiedene Goldschmiedebetriebe

3 KulturImbiss

Wir möchten einen Ort im Stadtraum erschaffen, an dem Auszubildende der Zeichenakademie mit Menschen aus Hanau zusammenkommen können, gemeinsam Kochen und sich austauschen. Aus gewonnenen Erfahrungen formen wir in unseren Werkstätten neue und experimentelle Kochwerkzeuge, welche in einem offenen Format mit Gästen und Passantinnen ausprobiert werden.

Leitung: Phillipp Gröninger, Lara Herrmann, Michel Pfister

Ort: Zeichenakademie, verschiedene Lokalitäten in Hanau

Partner: Lokale Betriebe

4 WanderWerke

Im Projekt WanderWerke gestalten die Teilnehmenden gemeinsam Schmuckstücke, die im Entstehungsprozess durch mehrere Hände wandern. WanderWerke vermittelt Gestaltung als kollektiven Prozess: Verantwortung übernehmen, loslassen, weiterdenken. Gestaltung als Dialog erleben – mit Material, Ideen und den Spuren der anderen, ohne direkte Absprache. Externe Teilnehmende sollen in den Entstehungsprozess eingebunden werden.

Leitung: Lucia Christoph, Lennard Masuhr

Ort: Zeichenakademie

5 KunstCafé

Das Projekt bestehend aus drei Teilprojekten: 

1. Im Projekt „Keramik“ wird mit Gips und Ton in den Bereichen Gefäßkeramik und Torso gearbeitet.

2. Im Projekt „Malerei“ wird ein Keilrahmen gebaut, mit Leinwand bespannt und für die anschließende Ölmalerei geleimt und grundiert.

3. Im Projekt „Bibliotheksarbeit“ werden alte Bilder aus dem Archiv gesichtet, zur Geschichte der Zeichenakademie recherchiert und eine Ausstellung zum Thema vorbereitet.

Leitung: Ina Schmidt-Wallmann, Mona Worch, Hans Jannek

Ort: Zeichenakademie, verschiedene Lokalitäten in Hanau

6 GetTheHangOfIt 

Im Projekt besuchen die Schüler:innen drei Orte, an denen Handwerk, Tradition, Nachhaltigkeit und kreativer Materialumgang erfahrbar werden. Die dort gewonnenen Eindrücke bilden die Grundlage für eigene Entwürfe: In Gruppen gestalten sie Kettenglieder oder verbindende Elemente als Symbole für Austausch und Weitergabe. Diese werden zu einer sechs bis zehn Meter langen Kunstkette zusammengefügt und im Schulhaus präsentiert, begleitet von Flyern, die Inspiration und Prozess erläutern

Leitung: Tabitha Schnadenberger, Cathrin Ulrich

Ort: Zeichenakademie, verschiedene Lokalitäten

Partner: verschiedene Firmen, Koziol

7 FiligranGedacht

Im Projekt „Filigran gedacht – Kulturerbe neu interpretiert“ erforschen Auszubildende die historische Filigrantechnik und übertragen sie in zeitgenössische Schmuck- und Objektgestaltung. Nach einer Einführung  in Technik, Material und Geschichte entstehen zunächst klassische Arbeiten, anschließend individuelle, moderne Entwürfe mit Bezug zu aktuellen Themen, neuen Materialien und digitalen Prozessen. Die Ergebnisse werden reflektiert, ausgestellt und im Rahmen einer offenen Werkstatt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Leitung: Nadine Pawusch, Nicole Goessl

Ort: Zeichenakademie

8 Gemeinsam genießen

Kochen verbindet Menschen. In diesem Projekt kommen Schüler*innen und Lehrkräfte der Schule zusammen, um gemeinsam zu kochen, neue Rezepte kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Ob Familienrezepte, internationale Gerichte oder einfache Lieblingsessen – jede*r kann Ideen und Erfahrungen einbringen. Gemeinsam wird für die ganze Schule vorbereitet, gekocht, gegessen und geteilt.

Das Projekt schafft Raum für Austausch, Gemeinschaft und kulturelle Vielfalt und macht die Schule zu einem Ort des gemeinsamen Erlebens.


Leitung: Diverse Lehrkräfte

Ort: Zeichenakademie Hanau

9 SilberBilder und Druck

Teil 1: Der Foto-Workshop vermittelt das fotografische Verfahren der Phytogramme, bei dem mit lichtempfindlichen Silberhalogenid-Emulsionen und den entwicklungschemischen Eigenschaften von Pflanzen Bilder entstehen. Nach einer Einführung in die chemischen Grundlagen – mit besonderem Fokus auf Silber als Basis der analogen Fotografie – sammeln die Teilnehmenden pflanzliches Material und setzen dieses praktisch ein, um eigene „Silberbilder“ herzustellen.

Teil 2: Hier lernen Sie diverse Drucktechniken kennen und gestalten eigene Drucke.


Leitung: Henri Wiedemann, diverse Lehrkräfte

Ort: Zeichenakademie, Lokalitäten in Hanau

Partner: Ben Zaha

10 FormGebend

Digitale Gestaltung von Produkten die im 3D-Druck hergestellt werden können, gegebenenfalls unter Verwendung preiswerter Teile, die im Baumarkt erhältlich sind (Schrauben, Muttern, o.ä.). Dabei kann es sich um nützliche Alltagshelfer handeln, die das Lebens- oder Arbeitsumfeld verbessern aber auch um Objekte, die einfach nur Spaß machen. Das Ziel ist die kostenfreie Bereitstellung von 3D-Druckdaten, die von jedem gedruckt werden können – weltweit.

Leitung: Jürgen Grimm

Ort: Zeichenakademie

11 RaumHanau

In diesem Projekt erfolgt die Auseinandersetzung mit konkreten Räumen in Hanau. Im Mittelpunkt stehen die Gestaltung von Zeichen und Ornamenten sowie die technischen Grundlagen des Emaillierens auf Stahlblech. Der Emailleprozess wird von A bis Z in praktischen Proben erarbeitet. Darauf aufbauend entwickeln die Teilnehmenden individuelle Konzepte mithilfe von Modellbau, Fotomontagen und Skizzen. Das Projekt schließt mit einer Dokumentation und einer Präsentation unter Einbeziehung externer Beteiligung und eines möglichen Publikumsvotums.

Leitung: Beate Klockmann, Katja Siegle

Ort: Zeichenakademie

12 SchattenSpenden

Im Projekt wird eine sinnvolle und nachhaltige 

Beschattung für den Garten der Zeichenakademie entwickelt. Die Teilnehmenden entwerfen Modelle und 3D-Zeichnungen für feste oder mobile Sitzgelegenheiten mit Sonnenschutz und möglicher Begrünung. In einem gemeinsamen, demokratischen Prozess wird ein Entwurf ausgewählt und umgesetzt, um einen schattigen Ort des Austauschs zu schaffen, der langfristig Bestand hat und generationsübergreifend genutzt werden kann.

Leitung: Esra Klein

Ort: Skulpturengarten der Zeichenakademie

13 AufBewahren

Das Projekt beschäftigt sich mit der Vielfalt von Aufbewahrungsmöglichkeiten empfindlicher Erinnerungsstücke im weitesten Sinne. Mit Hilfe der Schweißtechniken von PUK und Laser werden - mit Bezug zu den jeweiligen Erinnerungen - Räume geschaffen, die von sichtbaren, tragbaren Lösungen bis hin zu geheimen Schatullen reichen können. Bei den Erinnerungen kann es sich um zusammengetragene, anvertraute und eigene Stücke mit eigenen Geschichten handeln. 

Leitung: Nikolaj Richter, Susanne Englert

Ort: Zeichenakademie Hanau

14 Um ein Haar

Schon in der Antike als persönliche Reliquien bewahrt, wurden Haare in der Romantik in Europa zu einem regelrechten Memorial-Schmuck – geflochten, gerahmt, am Körper getragen, als Form von Nähe und Andenken. Zwischen Körper und Außenwelt markieren sie eine unmittelbare Grenze und fungieren zugleich als Gestaltungsmittel. Von „Frau, Leben, Freiheit“ über afrikanische Flechtkulturen, die Runway-Inszenierungen von Martin Margiela, Körperbehaarung an (un)erlaubten Stellen bis hin zu den Arbeiten von diversen Künstlerinnen spannt sich ein Feld aus politischen, kulturellen und mythologischen Bedeutungen. Ausgehend von dieser Recherche erforschen wir, was Haare heute für uns bedeuten – und entwickeln eigenständige Schmuckstücke, die diese Auseinandersetzung sichtbar machen.

Leitung: Dagmar Croonen, Vanessa Bernhardt

Ort: Zeichenakademie

15 AshantiGuss

Das Kulturerbenprojekt widmet sich der faszinierenden Ashanti-Gusstechnik – einem jahrhundertealten Handwerk, bei dem aus Wachs, Erde und Feuer einzigartige Metallobjekte entstehen. Von den ersten Entwürfen über den Bau eines eigenen Ofens bis hin zur Herstellung filigraner Wachsmodelle wird der gesamte Entstehungsprozess anschaulich vermittelt.

Den Höhepunkt bildet der Guss unter freiem Himmel: Wenn die Formen im Feuer erhitzt werden und das flüssige Metall seine endgültige Gestalt annimmt, wird traditionelles Handwerk eindrucksvoll erlebbar.

Begleitet wird das Projekt von dem externen Spezialisten Moritz Ganzoni, der auf diese historische Technik spezialisiert ist und den Prozess fachkundig begleitet.

Leitung: Vivika Valentin, Josephine Dreier

Ort: Zeichenakademie

16 TexturKultur

Wir laden dich ein, Hanau und die Umgebung neu zu entdecken – jenseits der typischen Spots, zu Orten, die man im Alltag leicht übersieht: entspannte Treffpunkte, kulturelle Plätze und versteckte Ecken abseits der bekannten Wege. P

Ein besonderer Teil ist das Sammeln von Texturen vor Ort. Du nimmst Oberflächen bewusst wahr, hältst Strukturen fest und schaffst so eigene, ganz persönliche Erinnerungen. Diese kannst du direkt in die Broschüre integrieren – sie wird damit zu deinem individuellen Begleiter.

So ist sie nicht nur ein Guide, sondern auch ein Raum für deine eigenen Eindrücke. Sie motiviert dich, rauszugehen, Neues zu entdecken und Hanau auf deine ganz eigene Art kennenzulernen.

Leitung: Elke Schmid, Tina Raue, Antje Bott

Ort: Verschiedene Örtlichkeiten in Hanau

17 SpurenSuche

Das Projekt beschäftigt sich mit dem Wandel 

der Stadt Hanau und ihrer regionalen Identität. Durch Recherche, Interviews und kreative 

Gestaltung setzen sich die Teilnehmenden 

mit unterschiedlichen Wahrnehmungen des 

städtischen Raums auseinander und übersetzen zentrale Beobachtungen in ein gestalterisches Objekt, Accessoire oder eine Intervention im öffentlichen Raum.

Leitung: Claudia von Hansemann, Tania Gallas

Ort: Zeichenakademie, Stadt Hanau

18 RitualGefäße

Im Projekt setzen sich die Teilnehmenden intensiv mit Gefäßen und Objekten auseinander, die in christlichen, jüdischen und muslimischen Ritualen und Zeremonien Verwendung finden. Durch Besuche in Museen im Rhein-Main-Gebiet und Begegnungen in Gemeinden vor Ort werden verschiedene Traditionen und ihre gelebte Gegenwart kennengelernt. Ziel ist es, historische Formen, Materialien und Bedeutungen zu verstehen und diese in einen zeitgenössischen gestalterischen Kontext zu überführen.

Leitung: Tobias Mendoza, Clemens Stier

Ort: Zeichenakademie, Museen und Religionsgemeinden in Rhein-Main

19 Spuren im Sand

Im Rahmen des World Design Capital beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Spuren unserer Umwelt und unseres kulturellen Erbes sichtbar gemacht werden können. Mit der Technik des Sandgusses experimentieren wir mit Fundstücken, organischen Materialien und selbst gestalteten Wachsmodellen. Dabei entstehen Abdrücke und Formen, die Alltagsgegenstände, natürliche Strukturen und persönliche Entdeckungen festhalten. Im Projekt untersuchen wir, wie aus einfachen Dingen neue Bedeutungen entstehen und wann ein Objekt Teil unseres kulturellen Erbes wird. Durch das praktische Arbeiten verbinden wir handwerkliche Grundlagen mit kreativen Ideen und entwickeln eigene Objekte, die zeigen, wie Gestaltung Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbinden kann. 

Leitung: Kristina Balzer

Ort: Zeichenakademie Hanau

20 SchlagfertigVerziert

Wie entstehen Bilder direkt im Metall? In diesem Projekt erkunden wir die alte Kulturtechnik des Tauschierens und verwandeln Oberflächen in persönliche Ausdrucksflächen.

Teilnehmende lernen verschiedene Verfahren kennen, fertigen eigene Werkzeuge an und wenden die Techniken praktisch an. Schritt für Schritt entsteht ein individuelles Schmuck- oder Objektstück, das die eigene Handschrift trägt.

Ob Ornamente oder bedeutungsvolle Motive – alles ist möglich. Eigene Werkstücke zum Verzieren können gerne mitgebracht werden.

Leitung: Jonas Henkel

Ort: Zeichenakademie

21 Funkelnde Erben

Wie werden aus rohen Steinen leuchtende Schmuckstücke? In diesem Projekt verbinden wir traditionelle Techniken des Edelsteinschleifens und Fassens mit der Idee des kulturellen Erbes.

Teilnehmende lernen grundlegende Schliffarten kennen, bearbeiten unter Anleitung ausgewählte Steine und entwickeln passende Fassungen. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um die Frage, welche Formen, Materialien und Bedeutungen über Generationen weitergegeben werden.

So entstehen individuelle Arbeiten, die handwerkliches Können mit persönlicher und kultureller Geschichte verbinden.

Leitung: Michael Dreher, Thi Königshof-Le

Ort: Zeichenakademie

Kooperationspartner